Husumer Hafen - Shanty-Chor

Husumer Shanty-Chor

MOIN und HERZLICH WILLKOMMEN
auf der Internetseite vom Husumer Shanty-Chor.

Chorproben

Der Chor probt montags von 18:00 Uhr (Treffen: 17:45 Uhr) bis 19:30 Uhr im Seglerheim des Husumer Seglervereins, Husum, Rödemishallig (auf der Südseite des Hafens!). Während der Schulferien des Landes Schleswig-Holstein findet keine Probe statt.

Gäste sind jederzeit willkommen!

Husumer Shanty-Chor auf CD

Von dem etwa 80 Titel umfassenden Repertoire wurden 1995 18 Titel auf einer ersten CD aufgenommen. Eine zweite folgte 1998 mit 21 Titeln. 2008 brachte der Chor seine dritte CD mit 16 Stücken heraus und 2015 die vierte CD mit 16 Stücken. Alle vier CDs enthalten vorwiegend klassische Shanties, aber auch bekannte Seemannslieder.
Shanties und Lieder von der See I

Roll the cotton down
Magelhan (Rolling Home)
Sloop John B
I nebber see de like
Strike the bell
De Hoffnung
Johnny, Johnny
John Kanaka
Gorch Fock-Lied
De Hamborger Veermaster
Sally Brown
Roll, Alabama, roll
Up she goes
Blow the man down
Der Bootsmann
The drunken sailor
The Quartermaster Store
Rum aus Jamaika

Shanties und Lieder von der See II
Oh, Bootsmann
Sailing
De oole Brigg
The Ebenezer
Saturday night
Rolling sea
Away, Rio
Aroving
Molly Malone
Shenandoah
Un denn segelt wi
Blow, ye winds
Alle, die mit uns
My Bonnie
Seeräuberballade
Smutje heet ick
Wat wi doht
Der Whisky
John Brown’s body
Licht aus und Ruh‘ an Bord
Und dann geht es
Shanties und Lieder von der See III
Gorch Fock Lied
Oh Johnny
Der frohe Fischer
John Kanaka
Sloop John B.
Johnny come back to Hamburg
Oh Bootsmann
The Ebenezer
Seemannslieder Potpurri
Sie hieß Mary Ann
Seemannsgarn
De untofredene Seemann
Samoa Song
Highland Laddie
Roll the old Chariot
Ti Morjak
Shanties und Lieder von der See IV
Kari waits for me
Die Kneipe am Moor
Aroving
De oole Brigg
Fiddlers Green
My Bonnie
Show me the way
Jan Pepermint
Kaperfahrt
Bye-bye, my Roseanna
Shenandoah
Good night, Ladies
Yo no digo
Capitano
Santiano
Potpourri

Eine weitere CD mit reinen Seemannsliedern wurde vom Husumer Shanty-Chor 2002 im Auftrag von Readers Digest aufgenommen.

Die schönsten Shanties

Der heimkehrende Schiffer
Gorch Fock-Lied
Wat wi doht
Schwer mit den Schätzen des Orients beladen
Auf Matrosen, die Anker gelichtet
Hamburg ist ein schönes Städtchen
Wenn die bunten Fahnen wehen
Un denn segelt wi
Lustig ists’s Matrosenleben
Aloa-oe
Kenn ihr das Land in Deutschlands Norden?
Hein Mück aus Bremerhaven
Seeräuberlied (Der mächtigste König)
Auf der Elbe bin ich gefahren
Frisch auf ihr Matrosen
Eine Seefahrt, die ist lustig

Was unterscheidet Shanties von Seemannsliedern?

Unter „Shanties“ versteht man weithin Arbeitslieder, ursprünglich gesungen in den „Shanties“, den Lagern der Holzfäller in den kanadischen Waldgebieten, später in den Atlantik-Häfen Amerikas, wo meistens Farbige das Verladen von Baumwolle und anderen Ausfuhrgütern auf die alten Frachtsegler durchzuführen hatten. Um leichter über die Erschwernisse dieser Arbeiten hinwegzukommen, sangen sie, wobei der Rhythmus jeweils der Arbeit angepasst war.

Die Seeleute, die im vorigen Jahrhundert auf den Segelschiffen angeheuert hatten, übernahmen diese Art, während der Arbeit zu singen und übertrugen sie auf ihre Arbeiten auf See.

Viele beherrschten aber die englische Sprache nicht und gaben die Texte so wieder, wie sie diese glaubten verstanden zu haben. So entstand bei vielen uns überlieferten Shanties ein „englischer“ Text, der als Pidgin-Englisch bekannt ist.

Der Aufsichtsmann, der „Shantyman“, übernahm meistens den erzählenden Teil, während der Refrain von der Mannschaft gesungen wurde, sei es beim Anker-Einholen, beim Segelsetzen oder beim Pumpen. So erzählen viele Shanties von der harten Arbeit, oft als Anklage gegen die Vorgesetzten, von der schlechten Verpflegung oder allgemein vom schlechten Zustand ihres Schiffes und den damit verbundenen unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Aber auch das Heimweh kommt in den Shanties zum Ausdruck.

Seemannslieder dagegen gehören zur Unterhaltungsmusik. Sie sind getextete und komponierte Lieder. Sie erzählen überwiegend von der schönen Seefahrt, verherrlichen den „romantischen“ Seemannsberuf und den verlockenden Reiz der Ferne. Sie wurden und werden meistens zu Hause oder in Seemannskneipen gesungen, wobei der Lied-Inhalt weit an der Realität vorbeigeht. Sie gehören aber auch zum Repertoire des Chores.

Husumer Shanty-Chor Geschichte

12 Mitglieder des Husumer Seglervereins (3 Damen und 9 Herren) taten sich 1979 zusammen, um für einen Seglerball im Frühjahr 1980 eine Gesangseinlage einzuüben. Die Presse schrieb dazu: „… Für einen maritimen Ausflug sorgte der vereinseigene Chor – eigens für dieses Fest gegründet.“

Der erste Auftritt beim Seglerball 1980

Erste Versuche, eine einheitliche Kluft zu finden.

Der Erfolg dieses ersten Auftritts beflügelte die Sänger zum Weitermachen. So entstand der heute 22 aktive Mitglieder zählende Husumer Shanty-Chor, der inzwischen aus dem musikalischen Angebot der Region nicht mehr wegzudenken ist.

Der Chor hat sich zur Aufgabe gemacht, altes maritimes Liedgut ( Shanties und Seemannslieder ) aufzuspüren und zu pflegen. Neben etwa 25 Auftritten im Jahr bei öffentlichen oder privaten Anlässen, sowie bei verschiedenen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, trat der Chor mehrfach bei Wohltätigkeitsveranstaltungen auf. Außerdem wurde er 1997 zur Hundertjahrfeier der „SS Rickmer Rickmers“ in Hamburg und zur Shanty-Chor-Gala nach Travemünde eingeladen und war 1998 wieder beim Rickmer Rickmers-Treffen dabei.

Der Chor in seiner einheitlichen Kluft

Leitung und Organisation

Dieter Pilz
1. Vorsitzender
04841-73577
r.d.pilz@gmx.de

Jens Arnold Petersen
2. Vorsitzender
04846-935
jens.a.petersen@t-online.de

Manfred Dettmann
Kassenwart

Richard Pacyna
Musikwart

Peter Lemor
Schriftwart

Unsere Musiker und Techniker:

1. Musikalischer Leiter: Igor Vlassov (Knopf-Akkordeon)
2. Musikalischer Leiter: Gerd Petersen (Akkordeon), Heinrich Peter Petersen (Mundharmonika)
Musiktechnik: Jens Arnold Petersen, Karsten Peter Petersen, Gerd Petersen

Shanty-Chor Stories

1994 – USA, Chicago – Besuch im Ausland lebende Deutsche

1996 – Afrika, Namibia, Windhoek, Swakopmund Etosha-Nationalpark

1998 – Gran Canaria

1998 – England, Kidderminster – Partnerstadt Husum

2000 – Kanada, Toronto, Ottawa, Montreal

2001 - Shanties in den Schweizer Alpen

Der Husumer Shanty-Chor gastierte in der Schweiz

„Wie passen denn Jodler und Shanties zusammen?“ – Das war die Frage, vor die wir, der Husumer Shanty-Chor, im Sommer 2001 gestellt wurde, als ein Schweizer Jodler-Klub anregte, in Husum ein gemeinsames Konzert zu veranstalten. Das Ergebnis war dann ein gelungener Abend im Husumer Osterkrug. Diese Begegnung führte zu einer Einladung zu einem Gegenbesuch in der Schweiz.

Der Jodlerklub Altstätten/Ostschweiz hatte ein vielseitiges und interessantes Programm für uns zusammengestellt, welches mit einer Fahrt nach Bad Ragaz im St. Galler Rheintal begann. Das Charakteristische und die Geschichte der Taminaschlucht, aus der Bad Ragaz sein warmes Quellwasser bezieht, wurde uns durch eine sachkundige Führung im Verlauf einer Wanderung erklärt.
Auf der Rückfahrt machten wir einen kleinen Abstecher nach Vaduz, der Hauptstadt des Steuerparadieses Liechtenstein.

Der folgende Tag begann mit einer Fahrt nach Appenzell zur Schaukäserei Stein des berühmten Appenzeller Käse. Nachdem die herrliche Landschaft über Serpentinen mit dem eigenen Bus erschlossen wurde, wählte man für die Rückfahrt die Zahnrad-Schmalspurbahn. Nachdem wir wieder in Altstätten angekommen waren, erlebten wir erstmals die überaus große Gastfreundschaft bei einem Empfang in der Stadthalle. Hier hatten wir die Gelegenheit die Grüße der Stadt Husum und die mitgebrachten Geschenke zu überbringen.

Nach einem Besuch des Ortsmuseums und einer Stadtführung konnten wir uns für das erste Konzert am Abend erholen, welches im Wechsel vom Jodlerklub, Alphornbläsern und unserem Chor gestaltet wurde. Beide regionalen Zeitungen berichteten von dem Erfolg und dem Eindruck, den wir Nordfriesen bei ihnen hinterließen. Wie in den Bergen üblich folgte dem Konzert ein Theaterstück in Schweizer-Deutsch, von dem wir natürlich kaum etwas verstanden haben, und Tanz bin 2 Uhr.

Der folgende Sonntag galt zunächst einer Fahrt rheinabwärts an den Bodensee und in die Kantonhauptstadt St. Gallen mit Besichtigung der weltbekannten Stiftsbibliothek und der Kathedrale. Es dürfte das erste Mal gewesen sein, dass in den Kreuzgängen Shanties erklangen und der Stellvertreter des Bischofs anlässlich eines feuchtfröhlichen Empfangs bei „Rum aus Jamaika“ mitschunkelte.

Weiter ging die Fahrt nach Häggenschwil, wo das dortige Jodelchörli uns zu einem gemeinsamen Konzert eingeladen hatte. Doch zuerst wurde bei Kaffee und Torten die Gastfreundschaft wieder unter Beweis gestellt, die nach dem Konzert noch einem „urchigen Schweizer Nachtessen“, einem Käse-Fondue, gipfelte.

Anscheinend war es nicht schwer, die Schweizer mit den ungewohnten Shanties zu begeistern, denn der Applaus wollte auch bei diesem Konzert nicht enden, was sich besonders beim Verkauf der mitgebrachten CDs und MCs zeigte. Und das anschließende gemütliche Beisammensein musste gewaltsam abgebrochen werden, da der kommende Tag noch einmal alle verfügbaren Reserven beanspruchte.
Denn da ging es auf den höchsten Berg der Region: den Säntis.

Wieder erlebten wir mit unseren Mitreisenden auf dem Weg dahin die schöne Bergwelt mit grünen Hängen, weidendem Vieh und sauberen Gehöften, welche oft mit Blumenschmuck verziert waren. Vorbei ging es an Appenzell, Urnäsch und Schwägalp zur Talstation der Säntis-Schwebebahn, die innerhalb von 10 Minuten Bergfahrt die Gipfelstation erreichte.

Nach einer interessanten Besichtigung der technischen Anlagen hatten einige Unentwegte die Möglichkeit, bei heftigem Wind, dichten Wolken und durch den Schnee den eigentlichen Gipfel zu ersteigen. Der im Gipfelrestaurant danach eingenommene Imbiss brachte die verlorenen Kräfte zurück, bevor die Talfahrt angetreten wurde.

Die Busfahrt durch das Toggenburg-Land führte wieder an vielen landschaftlichen Sehenswürdigkeiten vorbei und endete so rechtzeitig, dass man sich auf den Abschiedsabend mit einem gemeinsamen Essen mit dem gastgebenden Chor vorbereiten konnte. Dankesreden und der Austausch von Gastgeschenken, sowie Liedervorträge füllten die nächsten (und letzten) Stunden unserer Schweizreise aus, die ganz eifrige Sänger auch bis zur Kofferverladung um 6.15 Uhr voll ausnutzten.

Als dann um 7.45 Uhr unser Bus vom Hotel abfuhr, waren trotz der kurzen Nacht schon wieder Vertreter des Jodler-Klubs da, um ihren abreisenden Gästen noch einmal mit einem Schweizer Fähnchen nachzuwinken.

Damit endete dann unsere 6-tägige Schweizreise voller Herzlichkeit und vieler Eindrücke und mit dem Versprechen: „Im nächsten Jahr sehen wir uns in Husum wieder!“

2003 - Weihnachtsfeier

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den neuen Vorsitzenden, Dieter Pilz, und einem festlichen gemeinsamen Abendessen, gab der bisherige Gesamtleiter des Chores, Anton Johannsen, den Jahresrückblick für 2003. Er hob besonders hervor die musikalischen Aktivitäten im Rahmen der 400-Jahr-Feier der Stadt Husum; ebenfalls erwähnenswert waren die Auftritte im Schifffahrtsmuseum, die alljährliche Teilnahme am Sommerfest der Husumer-Werkstätten sowie an den Hafen- und Krabbentagen und am diesjährigen „Großen Shany-Chor-Abend“ in der Ihrene-Thordsen-Halle. Ein beeindruckendes Erlebnis war der Besuch und ein gemeinsames Konzert mit dem englischen Partnerchor „The Valentines“ und des „Kidderminster Male Choir“ am Binnenhafen in abendlicher Hafenatmosphäre. Insgesamt hatte der Husumer-Shanty-Chor 35 Auftritte und Konzerte. Ein erfolgreiches musikalisches Jahr !

Organisatorisch gab sich der Chor nun auch auf Wunsch von Anton Johannsen und den Chormitgliedern im Herbst 2003 eine neue Struktur und die organisatorischen und planerischen Aufgaben wurden auf mehrere Schultern verteilt: u.a. wurde Dieter Pilz das Amt des 1. Vorsitzenden übertragen und bei Anton Johannsen verblieb ersteinmal noch weiterhin die musikalische Leitung.

Der Versuch, die musikalische Leitung und Verantwortung in andere Hände zu übergeben, konnte leider im abgelaufenen Jahr, trotz guter Ansätze, doch noch nicht verwirklicht werden.

Für das Jahr 2004 würde sich der Husumer-Shanty-Chor über neue Sängerinnen und Sänger, Instrumentalisten und einen Dirigenten freuen.

Wer in diesem Sinne Interesse und Freude an Shanties und Seemannsliedern hat, sezte sich bitte mit Dieter Pilz, Mildstedt; Tel: 04841-73577, in Verbindung!

2004 – Konzertreise in die Pfalz an die Weinstraße

2004 - Radioauftritt bei der NDR Musikbox

Musikbox unterwegs

Am 04. Februar 2004 besuchte sie den Husumer Shanty-Chor für Aufnahmen im Seglerheim

Die Sendung „Musikbox unterwegs“ der NDR 1 Welle Nord lädt Hörerinnen und Hörer ein, ihr eigenes Musikprogramm ganz nach eigenem Wunsch zu gestalten. Zweimal in der Woche ist das Team der Musikbox mit dem Übertragungswagen unterwegs in Schleswig-Holstein und besucht Vereine, Betriebe, Verwaltungen und Organisationen aller Art bei sich zu Hause. Im Gespräch mit ihrem NDR 1 – Welle Nord-Moderatoren erzählen die Gastgeber über ihre Arbeit, ihre Ziele und ihre Geschichte – das alles zu ihren Musikwünschen.

Die Ausstrahlung der Aufzeichnung mit dem Husumer Shanty-Chor fand am 10. Februar 2004 von 19:05 Uhr bis 20:00 Uhr auf der NDR 1 – Welle Nord – In Schleswig-Holstein zu Hause statt.

2004 - Deutschland singt! – Der Erlebnisbericht

Am Freitag, den 19.03.04, um 7 Uhr in der Frühe, trafen sich Chor und Mitreisende am Bus – doch von Müdigkeit war trotz der frühen Morgenstunden nichts zu entdecken. Alle waren aufgeregt, am meisten jedoch die Chormitglieder selber, denn heute ging es los. Am darauffolgenden Tag, den Samstag, sollte der Husumer Shanty-Chor in der Show „Deutschland singt!“ des MDR live vor laufenden Kameras auftreten, welche im Ersten Programm, der ARD, ausgestrahlt werden sollte, zusammen mit bekannten Stars wie Stefanie Hertel, Stefan Mross und Karl Dall sowie anderen Chören die anlässlich dieses Events aus allen Teilen Deutschlands angereist waren.

Die Busfahrt war lang und ermüdend, doch zum Ausruhen war nach der Ankunft in Leipzig gegen 14:30 Uhr keine Zeit – der Chor wurde für die verschiedenen Stücke, die sie sowohl mit anderen Chören als auch alleine vortragen sollten, gleich ins Tonstudio des Mitteldeutschen Rundfunks „gescheucht“, um die Aufnahmen für das Playback zu machen. Anschließend ging es gleich weiter auf die Bühne für Stell-, Ton- und Beleuchtungsproben, welche mit einigen Unterbrechungen bis ca. 22:00 Uhr durchgeführt wurden.

Aber anstatt dass der Chor Abends totmüde ins Bett fiel, nutzten viele die Chance in der Bar des Vier-Sterne NH-Hotels, welches nur 500 Meter von dem neuen Messegelände, auf dem die Fernsehaufnahmen stattfanden, entfernt lag, noch groß zu feiern. Es wird sogar gemunkelt, dass sich diverse Chormitglieder zum Theaterspielen im Speisesaal haben überreden lassen und aufgrund dessen erst in den frühen Morgenstunden zu Bett fanden.

Gott sei Dank stand der folgende Morgen zur freien Verfügung. Während einige Chormitglieder es vorzogen erst einmal schön auszuschlafen, nutzten andere die Möglichkeit nach einem großzügigen Frühstück mit dem Bus in die Stadt zu fahren und dort in die unterirdische Einkaufspassage des Hauptbahnhofs abtauchten. Wen es doch noch lockte einmal in das obere Stockwerk, dem eigentlichen Bahnhof mit mehr als 20 Gleisen, zu schauen, der konnte auf dem hintersten Gleis eine alte Dampflokomotive aus den 30ern einschließlich Wagons begutachten.

Am Nachmittag fand schließlich von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr die Generalprobe statt. Dort war es für uns Chormitglieder und den mitgereisten Gästen beeindruckend mitzuerleben, was Backstage an Organisationsaufwand für so eine große Anzahl von Chören, Gesangsgruppen und Solisten notwendig war und mit welcher Präzision die tatsächliche Durchführung dann ablief, obwohl man als Laie durchaus hin und wieder den Eindruck eines „gut organisierten Chaos“ haben konnte. Die Organisationsprofis, vorwiegend weiblich, sahen das alles jedoch viel cooler und hatten letztlich zum Live-Sendetermin alles und alle fest im Griff und konnten auch kleine „Patzer“ geschickt kaschieren.

Die Live-Sendung über deutsche Volkslieder zeichnete sich dann auch durch eine sehr anspruchsvolle Auswahl an deutschen Chören, Gruppen, Sängern und Titeln aus. Der Profimoderator Gunther Emmerlich sowie die beiden „Newcomer“, Norbert Blüm und Regina Halmich, brachten als Moderatorenteam diese Sendung in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit trotz anmerkbarer Nervosität kompetent und verständlich rüber und banden das begeisterte Publikum in den Zuschauerreihen in die laufende Show gut und aktiv mit ein.

Der Husumer Shanty-Chor, wie auch einige andere Chöre, erfuhr übrigens erst am Ankunftstag die endgültige Liedwahl für den Einzelauftritt und musste also bis zur tatsächlichen Show tüchtig üben und auswendig lernen, damit es für die Live-Sendung auch als Playback klappte. Es war allerdings beruhigend zu erfahren, dass selbst die Profis in der Generalprobe ab und an noch mal auf ihren Spickzettel gucken mussten und es auch in der Show passieren kann, dass einer von ihnen den Einsatz knapp verpasste. Live ist live.

Aber unser musikalischer Leiter, Anton Johannsen, konnte sich wieder einmal auf seinen Chor verlassen und das Seemannslied „Eine Seefahrt, die ist lustig“ wurde unter herzlichem Beifall des Publikums fröhlich gestimmt rübergebracht, obwohl das Lampenfieber unmittelbar vor der Show natürlich groß war.

Am Sonntagmorgen ging es dann um 10:00 Uhr mit dem Bus weiter. Aber bevor es wieder Richtung Heimat ging, wurde uns von einer sehr redseligen Dame die Stadt Leipzig während einer Stadtrundfahrt noch einmal näher gebracht. Als diese gegen Mittag beendet war, konnte der Chor entspannt die Rückfahrt antreten.

Insgesamt kam der Chor mit vielen neuen und positiv erfahrungsreichen Eindrücken über eine Live-Sendung beim Deutschen Fernsehen sowie neuen Kontakten zu dem Chor der Ruhrkohle AG in Essen zurück, hat sich über diese Einladung zur Teilnahme an diesem Volksliederabend gerade als Husumer Shanty-Chor besonders gefreut und hoffentlich die Storm- und Krokusse-Stadt Husum als Hafenstadt würdig vertreten und musikalisch engagiert.

Auf diesem Wege möchte sich der Husumer Shanty-Chor noch einmal beim Mitteldeutschen Rundfunk für Einladung und Teilnahmemöglichkeit bei dieser Show herzlich bedanken. Wir hoffen auch, dass unser Auftritt unseren Fans und denen, die es noch werden wollen, gefallen hat und vielleicht auch zum Mitsingen und Mitmachen angeregt hat, denn neue Sänger und Instrumentalisten sind weiterhin im Husumer Shanty-Chor herzlich willkommen.

2005 - Der Husumer Shanty-Chor trat im „Musikantenstadl“ auf!

Der Husumer Shanty-Chor war im Musikantenstadl, moderiert von Karl Moik, aufgetreten. Dort haben wir zusammen mit Lolita und einem weiteren Chor ein Potpurri aus verschiedenen Seemannsliedern gesungen.

Die offizielle Pressemitteilung lautet:

Am Samstag, dem 19. November, macht der „Musikantenstadl“ um 20.15 Uhr in ORF 2 im hohen Norden Deutschlands Station – Karl Moik empfängt seine Gäste diesmal im nordfriesischen Husum. Neben dem Oberkrainer Sextett, Géraldine Olivier, den Klosterjägern, den Bonnies, Andy Borg, Speelwark, Wind und Andrej Hermlin und seinem Swing Dance Orchestra kommen auch Lolita, der Husumer Shanty-Chor, das Kärntner Doppelsextett, der Spielmannszug Rödemis, die K&K Regimentskapelle Nr. 84 und Engelbert in die Nordseemetropole.

„Please Release Me“, „It Had To Be You“ und „Love Songs” – Superstar Engelbert präsentiert im “Musikantenstadl” einige große Hits. Frei nach der Devise „Tanzen, singen bei Volksmusik“ geht es bei den Klosterjägern beschwingt zu und wenn es nach Géraldine Olivier geht, dann gibt es diesmal „Champagner für’s ganze Lokal“. Passend zum Veranstaltungsort Husum singen die Bonnies „Bei uns am Nordseestrand“ und Lolita hat diesmal – unterstützt vom Husumer Shanty-Chor – das Potpourri „Nimm uns mit, Kapitän“ im Gepäck.

Andy Borg ist mit zwei Liedern vertreten. Neben „Ich weiss, was Dir fehlt“ singt er auch „Wenn erst der Abend kommt“. Zu „Verflixte Klarinette“ vom Oberkrainer Sextett schwingt das MDR Deutsche Fernsehballett die Hüften und die Gruppe Wind präsentiert ihren gute-Laune-Hit „Lass die Sonne in Dein Herz“. „Nach Sonne folgt Regen“ weiß die Gruppe Nordwand und der Spielmannszug Rödemis unterhält das Publikum mit einem flotten Marsch. Außerdem lassen es Andrej Hermlin & Swing Dance Orchestra mit „Make Believe Ballroom Time“ and „Night And Day“ so richtig swingen.

Mit „Servus, pfüat Gott“ verabschieden sich Karl Moik und seine Gäste von ihrem Publikum. Kurt Pongratz führt Regie bei der Koproduktion von ORF und ARD. Ein Wiedersehen mit Karl Moik gibt es beim „Silvesterstadl“ aus Klagenfurt am 31. Dezember – dann geht eine Ära zu Ende: Erfolgsmoderator Moik, der mit dem „Musikantenstadl“ auf allen fünf Kontinenten zu Gast war, nimmt nach fast 25 Jahren Abschied von seinen Fans.

2006 - Cantate Småland in Schweden

Vom 16.06.06 bis 18.06.06 fuhren wir auf Einladung von Music and Friends zu dem internationalen Musikfestival Cantate Småland nach Växjö in Schweden. Die Reise begann am Freitagmorgen sehr früh um 5 Uhr, was dazu führte, dass wir uns mehr oder weniger munter aber trotzdem gut gelaunt auf dem Parkplatz des Reiseunternehmens Grunert in Husum einfanden.

Von dort aus machten wir uns auf die lange Fahrt nach Schweden, über Dänemark über Kopenhagen zunächst über die Öresund-Brücke nach Malmö, wo unsere Reiseleiterin Helena zu uns stieß. Nachdem wir sie auf dem Marktplatz von Malmö eingesammelt hatten, zeigte sie uns die Sehenswürdigkeiten der hübschen und lebendigen Stadt, einer interessanten und kunterbunten Mischung aus neu und alt.

Gegen siebzehn Uhr kamen wir schließlich in Växjö an und bezogen unsere Hotelzimmer. Jetzt war Zeit, die Koffer auszupacken, einkaufen zu gehen oder das schöne sonnige Wetter im hoteleigenen Garten zu genießen, bis um halb sieben das Einsingen begann. Danach ging es dann zu unserem ersten Auftrittsort im Elite Stadshotellet im Zentrum der idyllischen Stadt.

Dort begann um acht Uhr eines der vier gleichzeitig überall in Växjö stattfindenden Freundschaftskonzerte zusammen mit dem Gastchor Öjabykören, dem Sannesund Sangkor aus Norwegen und dem Pevecke Sdruzeni Litomerickych Ucitelu aus der Tschechischen Republik. Es bereitete allen viel Freude die Lieder der anderen Chöre kennen zu lernen sowie selbst einen Teil zu der außergewöhnlich guten Stimmung beizutragen. Der darauffolgende kleine Imbiss bot den Mitwirkenden die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Leider endete dieser harmonische Abend viel zu früh.

Gegen Mückenhorden kämpfend, aber ansonsten sehr gemütlich, spazierten wir zu unserem Hotel zurück, wo sich die meisten nach diesem anstrengenden Tag schnell zur Ruhe begaben.

Wer geglaubt hatte, am Samstag ausschlafen zu können, wurde bitter enttäuscht, denn auch der begann wieder sehr früh mit dem Konzert um Punkt 8:40 Uhr im Konserthus Växjö. Nacheinander traten in den folgenden Stunden alle zwölf teilnehmenden Chöre auf, die durch ihre unterschiedlichen Musikrichtungen ein buntes Programm boten, was auch durch die fröhlichen Anmoderationen unterstützt wurde. Aufgrund der recht engen Zeitplanung war es jedoch leider nicht allen Chören möglich, das gesamte Konzert mitzuerleben.

Das Mittagessen wurde von allen Chören zusammen in Form eines gemütlichen Picknicks in sehr idyllischer Atmosphäre bei der Schlossruine Kronoberg, direkt am See gelegen, verzehrt. Anschließend versammelten sich alle in der Ruine zu dem angebotenen Workshop, der den Gästen die Natur Schwedens näher bringen sollte – in musikalischer Form wurden die vier Elemente der Natur – Erde, Feuer, Wasser und Luft – erkundet. Nach Kaffee und Eis ging es zurück zum Hotel, wo wir jeder bis 17 Uhr Zeit für eigene Erkundungen der näheren Umgebung hatten, bevor wir uns auf den Weg zur Glasfabrik Pukeberg machten, wo uns ein sehr schöner und typisch schwedischer Abend erwartete.

Zum Auftakt trat noch einmal jeder Chor kurz mit einem Lied auf. Nachdem der letzte Chor wieder auf seinen Platz zurückgekehrt und den Chorleitern mit einem kleinen Geschenk gedankt worden war, wurden wir von einer munter musizierenden Musikantengruppe eingeladen, ihnen zu dem Festplatz, auf dem die Mittsommernachtsfeier stattfand, zu folgen.

In der Mitte dieses von kleinen roten Holzhäusern umgebenen Platzes stand der Mittsommernachtsbaum, der unserem Maibaum sehr ähnlich ist. Zu typisch schwedischen Mittsommernachtsgesängen tanzten wir um diesen Baum, was allen sehr viel Spaß machte.

Nach diesem lustigen Erlebnis, das die Chöre einander näher brachte, kehrten wir in die Glasfabrik zurück, wo uns ein charakteristisches Büffet mit vielen deftigen schwedischen Spezialitäten wie Salzheringen, gebratenem Speck, Bratwurst, großen Pellkartoffeln, Knäckebrot und Paprikabutter angeboten wurde.

Die Idee dieses Abends basiert auf dem alten Brauch, dass Arbeiter und Kunden der Glasfabrik nach Feierabend gemeinsam in den noch warmen Öfen ihre mitgebrachten Speisen zubereiteten und in geselliger Runde zusammen aßen und sangen.

Auch unsere Mahlzeit wurde musikalisch von einem Entertainer begleitet, zu dessen allgemein bekannten Liedern die Gäste anfingen zu tanzen und auch selbst auf die Bühne kamen, um ihn zu unterstützen. Außerdem bestand nach dem Essen die Möglichkeit, die Glashütte zu besichtigen, sich selbst als Glasbläser zu versuchen oder Andenken im angrenzenden Laden zu kaufen.

Wieder einmal mussten wir uns zu früh von den anderen verabschieden, als wir uns gegen halb zwölf wieder auf den Rückweg machten, dessen ca. 70 Kilometer mit viel Gesang schnell verging. Für einige war der Abend jedoch noch nicht ganz zu Ende: sie trafen sich noch zu einem Schlückchen in verschiedenen Hotelzimmern.

Am nächsten Morgen mussten leider die Koffer schon wieder gepackt werden, denn um neun Uhr war Abfahrt vom Hotel. Aber es ging noch nicht direkt nach Hause: vorher erwartete uns noch eine Fahrt auf dem über hundert Jahre alten mit Kohlefeuer betriebenen Dampfer Thor. Wir fuhren von Evedal zur Schlossruine Kronoberg – es war eine sehr interessante und ruhige etwa einstündige Tour.

Unser Bus wartete zwar schon auf uns, bereit die Heimfahrt anzutreten, doch der Ehemann unserer Reiseleiterin, der sie von dort abholen wollte, ließ noch auf sich warten. Um die Zeit zu überbrücken wurde prompt ein Koffer als Ersatz für den Mittsommerbaum aufgestellt und wir begannen in Erinnerung an den lustigen Abend um ihn herum zu tanzen. Diese improvisierte Mittsommernachtsnachfeier wurde durch das Erscheinen von Helenas Mann beendet. Nun mussten wir uns verabschieden, sowohl von Helena, als auch von Schweden.

Uns erwartete die lange Rückfahrt durch Schweden und Dänemark und wir erreichten Husum gegen 19 Uhr.

Es waren drei sehr schöne, ereignisreiche Tage, die uns allen viel Freude bereitet haben – leider sind sie viel zu schnell vergangen und wir würden sie gerne jederzeit wiederholen.

2007 - „Gospel meets Shanty“ - Ein voller Erfolg

Am Freitag, den 11. Mai 2007 erlebten die Zuhörer in der voll besetzten Versöhnungskirche in Husum ein in dieser Form noch nie da gewesenes Konzert unter dem Motto: „Gospel meets Shanty“. Pünktlich um 19:00 Uhr zogen zunächst die Gospel Singers mit dem Lied „Praise you“ in die Kirche ein, anschließend die Shanty Sänger mit dem Lied „Away Rio“ begleitet vom Akkordeon des Chorleiters, Banjo (Peter Weber) und Bassgitarre (Diedrich Mahnke).

Sichtlich stolz begrüßte zunächst der Hausherr Pastor Stark die Gäste und ca. 70 Sängerinnen und Sänger der beiden Husumer Chöre Gospel Singers und Shantychor und ihren gemeinsamen Chorleiter Igor Vlassov. Nach der gemeinsamen Begrüßung der Gäste durch die Vorsitzenden der Chöre Angelika Berendes und Dieter Pilz präsentierten zunächst die Gospelsänger unter der musikalischen Leitung von Igor Vlassov dem Publikum ein schwungvolles Programm. Durch das Programm führte Brigitte Peters mit Übersetzungen und interessanten Beiträgen zur Entstehung einzelner Lieder.

Die bekennenden Gospels, die von Freude, Kraft, christlichem Glauben und Hoffnung in Not und bei Missständen erzählen, wurden so beeindruckend und ausdruckvoll vorgetragen, dass sich die gute Stimmung im Chor schon bald auf das Publikum übertrug und es durch Mitsingen und rhythmisches Klatschen die Gospelsänger anfeuerte. Einen besonderen Höhepunkt bildete der Gospel „Blues and Trouble“, bei dem sich die drei Solosänger von Strophe zu Strophe steigerten. Nach der Zugabe „Oh Happy Day“ gab es eine kurze Pause.

Danach legte der Husumer Shanty Chor los mit seinen Shanties, rhythmischen Arbeitslieder der Matrosen auf den Segelschiffen, und Seemannsliedern, die bei der Arbeit und in der Freizeit gesungen wurden und von Liebe, Treue, Entbehrungen und Romantik erzählen. Horst Köchling erläuterte die Shanties und Seemannslieder ausführlich. Auch der Shantychor konnte das Publikum mit seiner schwungvollen Darbietung begeistern und hat als Zugabe ein Seemannslieder-Potpourri vorgetragen.

Zum Abschluss des Konzertes wurden 2 gemeinsame Lieder: der Shanty „Roll the old Chariot“ mit Shantyman Hartmut Brunk und Gospelsänger Ulli Breitkreuz als Solisten und der Gospelsong „Heaven is a wonderfull Place“ gesungen. Die Gäste applaudierten stehend minutenlang. Das besondere Konzert mit Liedern in vielen unterschiedlichen Sprachen (u.a. Deutsch, Englisch, Plattdeutsch, Russisch, Südafrikanisch, Samoaisch,…) war wirklich ein voller Erfolg. Dem Chorleiter Igor Vlassov war es hervorragend gelungen, beide – nicht nur inhaltlich gegensätzlichen Musikrichtungen – zu vereinigen. Nach diesem überraschenden Erfolg beider Chöre sollte über eine Wiederholung für: „Gospel meets Shanty“ nachgedacht werden.

2013 - Top-Konzert im Schloss

Das Chorkonzert am 26.01.2013 im Schloss vor Husum war gut besucht, obwohl Schnee und Glätte am Samstagabend die Anreise nach Husum erschwerten. Die Kultur-Stiftung Nordfriesland hatte auch diesmal eine gute Auswahl getroffen und so konnten die Besucher im Rittersaal ein Top-Konzert vom Gospelchor Friedrichstadt und vom Husumer Shanty-Chor genießen.

Beide Chöre haben in Herrn Igor Vlassov einen musikalischen Leiter, der ein hohes musikalisches Niveau garantiert. Beiden Chören war zudem die Freude am Chorgesang deutlich anzumerken. In der Reihe der begeisternden Darbietung seien hier nur die Gospels „You raise me up“ und „I will follow him“ und die Shanties „Fiddlers green“ und „Santiano“ hervorgehoben.

In mehreren Sprachen „wischte die Chormusik den Kummer von der Seele“ und so gab es jeweils reichlich Beifall. Schließlich sangen die Chöre gemeinsam „We shall overcome“ und „Roll the old chariot“.

Bei „Standing-Ovations“ erhielten alle Mitwirkenden eine Rose und der vegetarische musikalischen Leiter Igor Vlassov einen Obst-Nüsse-Korb.

2014 - St. Christophorus gefüllt bis unter das Dach - Gospel und Shanty begeisterte

Gospel und Shanty, englisch, spanisch und russisch – es ging international zu in dem gemeinsamen Konzertes des Gospelchores Friedrichstadt und des Husumer Shanty-Chors. Solch ein Konzert hatte es in Friedrichstadt zuvor noch nicht gegeben. St. Christophorus war dann auch bis unter das Dach gefüllt. Die Kirche war stimmungsvoll ausgeleuchtet. Über 70 Sängerinnen und Sänger begeisterten die Zuhörer. Neben bekannten Gospelsongs wie „Put your hand“ oder Shantys wie „What shall we do“ gab es immer wieder Überraschungen zu erleben: Wenn der Gospelchor mit afrikanischen Rhythmen, Congas und Maracas begeisterte oder der Shantychor mit entsprechendem Temperament und in russischer Sprache ein Stück aus dem Heimatland des Leiters Igor Vlassov sang.

Sebastian Müller, Dieter Pils und Horst Köchling führten als Moderatoren locker durch den Abend. Das Publikum sang begeistert mit bei „I will follow him“ oder „Mary Ann“. Der Höhepunkt war, als beide Chöre am Ende gemeinsam „We shall overcome“ und „Santiano“ sangen. Der Applaus wollte kein Ende nehmen. Pastor Michael Jordan dankte für einen wunderbaren Abend: „Ihr habt uns heute glücklich gemacht.“ Beide Chöre standen draußen vor der Kirche Spalier und geleiteten swingend und singend die Besucherinnen in die Nacht hinaus.

2015 - Shanties und Spende für die Flüchtlingshilfe

Der Husumer Shanty-Chor hatte zu einem Benefizkonzert am 29. Juni in das Foyer des Husumer Rathauses eingeladen. Eröffnet wurde das Konzert durch den Bürgervorsteher Peter Empen und Urte Andresen von der Fachstelle Migration im Diakonischen Werk. Die musikalische Leitung hatte Igor Vlassov, instrumental wurde der Chor unterstützt von Diedrich Mahnke und Peter-Heinrich Petersen. Über 100 Besucher waren der Einladung gefolgt, am Ende äußerten sich schließlich viele sehr zufrieden über das Konzerterlebnis. Die musikalische Reise enthielt eine Auswahl von Shanties und Seemannsliedern der neuen CD, unter anderem „Aroving“, „Fiddlers Green“, „Kaperfahrt“ und „Capitano“.
Der Eintritt zu diesem Konzert war frei, der Husumer Shanty-Chor hatte jedoch um eine Spende zugunsten der Flüchtlingshilfe in NF gebeten. Außerdem brachten mehrere Chormitglieder belegte Brötchen und Kuchen mit, der Erlös landete ebenfalls in der Spendenbox. Am 02.07. konnten somit insgesamt 556,50 € an die Flüchtlingshilfe NF überreicht werden. Dafür an dieser Stelle allen Spendern herzlichen Dank!
Das Geld wird verwendet, um nötige Ersatzteile für schon gespendete ältere Fahrräder.
Das Konzert passte sehr gut zu der aktuellen Ausstellung im Rathaus, der Eindruck des Flüchtlingsbootes schaffte nachhaltige Betroffenheit.
Gutes tun – dies insbesondere den Flüchtlingen, die ihre Heimat verlassen mussten und in Husum oder im Kreis Nordfriesland auf unsere Hilfe angewiesen sind. Wenn wir ihnen mit Respekt, Achtung und Freundlichkeit begegnen könnten aus den meisten Flüchtlingen in einigen Jahren integrierte Nordfriesen werden.

2016 - Chorkonzert in Schwabstedt

Am Samstag, 01.Oktober 2016 um 19 Uhr trafen sich beiden Chöre zu einem gemeinsamen Auftritt im Fährhaus Schwabstedt. Bereits zum wiederholten Male – zuletzt im August 2014 – erfreuten sie ihre Zuhörer. Das eigentlich für Juli geplante Konzert musste aus verschiedenen Gründen auf o.a. Termin verschoben werden. Auch wenn es zugleich im Kirchspiel Schwabstedt weitere Veranstaltungen gab, waren selbstverständlich die Freunde und Förderer der Chöre zugegen.

So begrüßte der Vorsitzende des Schwabstedter Chores, Wolfgang Helmecke alle Anwesenden, besonders den Gastchor und die Ehrenvorsitzenden des eigenen Vereins, Alfred Boegel und Heinz Muhl. Er freute sich über die gute Beteiligung, erklärte kurz den Ablauf und wünschte allen ein paar schöne Stunden.

Es begann zuerst der gastgebende Chor, die Singgemeinschaft mit ihrem Chorleiter Valentin Janot, mit einer bearbeiteten Fassung des bekannten Liedes „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens. Dann trug der Chor das im Tango-Rhythmus vertonte Gedicht „Logik“ von loachim Ringelnatz vor. Mit dem „Zauber der Musik“ wurde die besondere Wirkung der Musik besungen, der Zauber auf Menschen in ihren Lebenssituationen. Danach begrüßte der Vorsitzende des Shanty-Chores, Dieter Pilz die Teilnehmer, stellte kurz seinen Chor und den Leiter vor und übergab die Moderation an Horst Köchling.

Der Husumer Chor eröffnete seinen Auftritt unter der musikalischen Leitung von Igor Vlassov mit seiner schwungvollen Erkennungsmelodie, dem „Gorch-Fock-Lied“, und sang dann „Bye, bye, Roseana“. Es folgten u.a. zwei stimmungsvolle Liebeslieder: „Capitano“. Im spanischen Lied „Yo no Diago“ besingt ein Seemann die Schönheit seines Bootes. Mit „Santiago“, einem Titel der deutschen Band gleichen Namens, endete der erste Auftritt. Die folgende Pause nutzen die beiden Chöre, um sich zu erholen und für die weiteren Beiträge zu sammeln. Alle Anwesenden konnten sich mit einem Imbiss stärken und über das Dargebotene unterhalten.

Nach der verdienten Pause forderten die Schwabstedter mit den finnischem Lied „Kullan sain“ zum Tanz im Sonnenschein auf, gewissermaßen den Sommer abschließend, während sie die Bitte „Spiel mir eine alte Melodie“ harmonisch und mit Poesie singend erfüllten. Als heimatliche Danksagung folgte „Lieder, so schön wie der Norden“, fast schon ein „Hit“ des Chores. Die Singgemeinschaft schloss ihren Beitrag mit dem ,,Treenelied“ mit seinem besinnlich-nachdenklichen plattdeutschen Text, wechselseitig von Frauen- und Männerstimmen bzw. gemeinsam gesungen.

Die Husumer begannen mit „I am sailing“ von Rod Stewart, stimmungsvoll von den Zuhörern mitgesummt bzw. gesungen. Zwei russische Lieder schlossen sich an: „Auf der Reede“ (zweite Strophe von Jochen Korga in russisch gesungen) und „Ti morjak“. Das Lied „Roll the Old Chariot Along“, bezogen auf die Seeschlacht bei Trafalgar, mit einem Solo des Schwabstedters Heinrich Thomsen folgte. Ihren Auftritt schlossen die Husumer mit „Auf der Reeperbahn“ ab. Jetzt sangen und schunkelten alle mit.

Gemeinsam sangen dann beide Chöre das bekannte Lied „Dat du min Levsten büst“, auch als Würdigung der plattdeutschen Sprache. Angeregt durch den langanhaltenden Applaus beendeten die Chöre ihren Auftritt mit dem Kanon „Abendstille“ als stimmungsvolle Zugabe.

Die beiden Moderatoren Wolfgang Helmecke und Horst Köchling führten durch den Abend,kündigten die einzelnen Lieder an und erläuterten sie launig und humorvoll. Zu erwähnen sei noch die musikalische Unterstützung der Husumer u.a. mit Bassgitarre und Mundharmonika. Abschließend dankte der Vorsitzende der Singgemeinschaft, Wolfgang Helmecke allen für ihre Teilnahme und wünschte einen guten Heimweg.

Damit endete ein unterhaltsamer Abend für alle, sei es als Sänger oder Zuhörer, wie es sich besonders beim Beifall oder beim „Mitmachen“ zeigte. Das gemeinsame Auftreten dieser beiden Chöre mit ihrem doch sehr unterschiedlichen Liedbeiträgen ist bestimmt auch der besondere Reiz einer solchen Veranstaltung. So waren sich sicher alle einig, dass es in absehbarer Zeit wieder ein gemeinsames Chorkonzert geben sollte.
(Dieser Bericht stammt von Manfred Patschke und ist mit seiner Genehmigung aus dem Heft Nr. 4 Jahrgang 66 des Sängerbundes Schleswig-Holstein e.V übernommen worden.)

Impressionen